Spannende Praxiserfahrung in punkto Umweltbildung, Technik und Sicherheit

Am 29. Januar unternahm die Klasse 11c eine Exkursion ins Süddeutsche Kunststoffzentrum, die den Schülerinnen und Schülern wichtige Einblicke in die Praxis der Kunststofftechnik und in verantwortungsbewusste Arbeitsweisen gab. Der Tag begann mit einem kurzen Vortrag zum Thema Kunststoffe und einer Sicherheitseinweisung, damit alle Teilnehmenden gut vorbereitet waren.

Danach arbeiteten die Lernenden an fünf interaktiven Stationen, die unterschiedliche Facetten der Branche greifbar machten. Die erste Station widmete sich dem richtigen Trennen von Müll in Papier, Restmüll und gelben Sack. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis dafür, wie Recyclingkreisläufe im Alltag und in der Industrie funktionieren und welche Bedeutung eine korrekte Abfalltrennung für die Ressourcenschonung hat. An der zweiten Station lernten sie, unterschiedliche Kunststoffarten anhand ihrer Dichte zu trennen, indem sie Salz-Wasser-Lösungen unterschiedlicher Konzentrationen nutzten. Die dritte Station erklärte die Bedeutung der Zerkleinerung von Kunststoffdeckeln zu Granulat und gab Einblicke in die Materialaufbereitung, die vor der Wiederverwertung erforderlich ist. So wurde deutlich, wie aus Altmaterial neue Rohstoffe werden können. In der vierten Station hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ein eigenes Produkt – einen Kreisel – aus dem gewonnenen Granulat herzustellen. Sie arbeiteten dabei unter Einhaltung von Sicherheitsvorschriften an einer hochwertigen, rund 10.000 Euro teuren Maschine. Die fünfte Station widmete sich Zugtests an einer Industrieapparatur und der anschließenden Auswertung der Messdaten am PC. So erkannten die Lernenden unmittelbar, wie Material- und Bauteilqualität getestet wird und wie Daten analysiert und interpretiert werden.

Der Tagesablauf sah außerdem eine gemeinsame Mittagspause in der Werkskantine vor, in der kostenloses Essen angeboten wurde. Am Nachmittag setzten die Gruppen ihre Stationenarbeit fort und vertieften so die gewonnenen Inhalte, bevor jede Gruppe ihre Ergebnisse und Erkenntnisse präsentierte.

Das Fazit am Ende war durchweg positiv: Die Exkursion war spannend, abwechslungsreich und bot realistische Einblicke in industrielle Abläufe. Insgesamt zeigte der Tag wie Umweltbildung, Technik und Sicherheit ineinandergreifen und welche Bedeutung verantwortungsvolle Abfallwirtschaft und qualitätsorientierte Materialkunde für die moderne Produktion haben. In punkto Nachhaltigkeit haben alle Teilnehmer – neben einem eigens hergestellten Spielzeug – auch neue Erkenntnisse mitnehmen können.