Hier finden Sie den Rückblick und Ausblick unseres Schulleiters Herrn Dr. Rottenbacher

Liebe Schulfamilie,

eine der zentralen Fragen, die uns im Schuljahr 2025/26 immer wieder bewegt hat, betrifft das Fundament unseres Zusammenlebens: Wie gehen wir als Bildungseinrichtung mit den radikalen Veränderungen unserer Kommunikations- und Medienlandschaft um?

Wie reagiert das Riemenschneider-Gymnasium auf diese Herausforderung? Nicht mit Mutlosigkeit oder Kulturpessimismus, sondern mit Tatkraft, Struktur und einem heiteren Optimismus, der unsere Schule seit jeher auszeichnet!

Dazu gehört es, dass wir uns und unsere Schule einem Evaluationsprozess unterziehen, um davon ausgehend (noch) besser zu werden und pädagogische Herausforderungen gezielt anpacken zu können. Durch ein systematisch verankertes Feedback nach dem EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management) haben wir in diesem Jahr versucht, eine Basis für unsere zukünftige Schulentwicklung zu legen. Die Evaluationen und Rückmeldungen aus der gesamten Schulfamilie – von Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern – zeigen uns ungefiltert und verlässlich, wo wir stehen und wohin wir steuern wollen. Es sei aber auch nicht ohne Stolz erwähnt, dass wir in den meisten EFQM-Kategorien deutlich mehr Stärken als Schwächen identifizieren konnten. Und viele sagten mir, nach einem Feedback gefragt: „Warum, ihr habt doch eine tolle Schule!“

Und das stimmt sicherlich. EFQM soll daher nicht Altbewährtes abschaffen, sondern versteht sich eher als zusätzlicher Baustein unserer Schulentwicklung. Bei einem Elternabend zur digitalen Schule der Zukunft in der nächstjährigen Jahrgangsstufe 8 habe ich gesagt: „Mit der Digitalisierung wird Ihnen etwas Zusätzliches gegeben, ohne dass Sie auf Altes, Vertrautes verzichten müssen!“ Seien wir also optimistisch, was zukünftige Entwicklungen angeht!

Apropos DSDZ. Mir ist bei dem besagten Elternabend aufgefallen, dass wir vieles, was wir noch vor zwei, drei Jahren als Problem angesehen haben, gar nicht mehr ansprechen müssen, so sehr sind unsere Verfahren inzwischen erfolgreich implementiert.  Dabei bleibt der kritische Umgang mit Medien in unseren DSDZ-Klassen (Digitales Lernen, Soziale Verantwortung, Demokratische Zukunft) der 8. mit 10. Jahrgangsstufe und darüber hinaus ein Herzstück unserer Pädagogik. Einen eindrucksvollen und weit über die Schulmauern hinausstrahlenden Beitrag hierzu hat in diesem Jahr die Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe geleistet. Zum Leitthema „Fake News“ haben sich die Schülerinnen und Schüler in fachbasierten Projekten intensiv mit der Validität von Daten im digitalen Zeitalter auseinandergesetzt und gezeigt, dass die Jugend von heute keineswegs blind konsumiert, sondern mit akademischer Neugierde und scharfem Verstand analysiert.

Letztlich bleiben die Weitergabe, Verarbeitung und Gestaltung von gesicherten Informationen abseits von Fake-News das Kerngeschäft und die wesentliche Aufgabe von Schule. Information ist bei uns jedoch kein trockenes Datenmaterial – sie ist lebendig, kreativ, verbindend und vielseitig. Wie erfolgreich uns diese Informationsweitergabe in allen Facetten des Schullebens gelingt, zeigt der Blick in unsere lebendigen Fachbereiche: Machen Sie sich bitte auf unserer Homepage ein Bild davon!

Ich wünsche Ihnen erholsame und sonnige Ferien!

Ihr

Dr. Bernd Rottenbacher, OStD

Schulleiter