P-Seminar Informatik arbeitet mit Museum für Franken zusammen

Riemenschneider digital erleben

Wie lassen sich jahrhundertealte Kunstwerke mit moderner Technik neu erschließen? Dieser Frage widmeten sich 15 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe im P-Seminar „Virtuelle Ausstellung der Werke Tilman Riemenschneiders“. Am 9. Juli 2026 präsentierten sie ihre Ergebnisse im Foyer des Riemenschneider-Gymnasiums Vertretern der Schulfamilie, des Museums für Franken, des Rotary Clubs Würzburg-Stein sowie des Vereins der Freunde des Riemenschneider-Gymnasiums.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Idee, ausgewählte Werke Tilman Riemenschneiders digital zu erfassen und auf neue Weise zugänglich zu machen. Dabei verband das Seminar kunsthistorische Inhalte mit 3D-Digitalisierung, Augmented Reality und Virtual Reality. Zugleich entstand ein unmittelbarer Bezug zum Namensgeber unserer Schule.

Zusammenarbeit mit dem Museum für Franken

Eine zentrale Grundlage des Projekts war die enge Kooperation mit dem Museum für Franken. Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler dort fachliche Einblicke in die Werke Tilman Riemenschneiders und ihren kunsthistorischen Hintergrund. Anschließend durften sie ausgewählte Exponate vor Ort mit mobilen 3D-Scannern eigenständig digitalisieren.

Für das Seminar war diese Möglichkeit von besonderer Bedeutung: Die Jugendlichen arbeiteten nicht mit vorgegebenem Material, sondern erstellten die digitalen Modelle selbst am Original. Die gewonnenen Daten wurden anschließend weiterverarbeitet, optimiert und für unterschiedliche Anwendungsformen vorbereitet. Auch das Museum für Franken erhielt die entstandenen 3D-Dateien, die ihm nun für eine weitere Nutzung zur Verfügung stehen.

Von der 3D-Datei zur virtuellen Ausstellung

Aus den Scandaten entwickelten die Schülerinnen und Schüler verschiedene digitale Zugänge zu den Werken. Eine Augmented-Reality-Anwendung ermöglicht es, die digitalisierten Exponate mithilfe eines Smartphones direkt im Schulhaus sichtbar zu machen. Dazu wurden dauerhaft installierte Schilder mit entsprechenden Erkennungsmarken und QR-Codes angebracht.

Darüber hinaus entstand innerhalb der virtuellen Panoramatour der Schule ein frei begehbarer Ausstellungsraum. Dort können die digitalisierten Werke unabhängig von Ort und Zeit betrachtet und durch zusätzliche Informationen erschlossen werden. Mit einer VR-Brille lässt sich der Raum besonders immersiv erleben.

Besuchen Sie unsere virtuelle Ausstellung in unserer Panoramatour. (Button „Übersicht aller Räume“ -> „Riemenschneider Ausstellung“ unter „1. Stock“ auswählen.)

Ergänzt wurden die digitalen Anwendungen durch einen Making-of-Film, der Einblicke in die Entstehung des Projekts, die Arbeit mit den 3D-Scannern und die technische Weiterverarbeitung der Modelle gibt.

Schülerinnen und Schüler gestalten die Präsentation

Nach einer kurzen Einführung durch die Seminarleitung übernahmen die Schülerinnen und Schüler selbst die Betreuung der einzelnen Stationen. Die Gäste konnten einen 3D-Scanner ausprobieren, die Augmented-Reality-Anwendung auf dem Smartphone testen und den virtuellen Ausstellungsraum mit einer VR-Brille erkunden.

Dabei erläuterten die Jugendlichen nicht nur die technischen Abläufe, sondern auch die Hintergründe der Exponate und die einzelnen Entwicklungsschritte. Besonders die unmittelbare Wirkung von Augmented und Virtual Reality beeindruckte die Besucherinnen und Besucher.

Dauerhaft zugänglich

Die Ergebnisse des P-Seminars bleiben auch über die Abschlusspräsentation hinaus erhalten. Die Augmented-Reality-Anwendungen können dauerhaft im Schulhaus genutzt werden. Der virtuelle Ausstellungsraum ist jederzeit über die Panoramatour des Riemenschneider-Gymnasiums erreichbar.

Die für das Projekt eingesetzten VR-Brillen konnten mit Unterstützung des Rotary Clubs Würzburg-Stein und des Vereins der Freunde des Riemenschneider-Gymnasiums angeschafft werden. Ihnen gilt ebenso unser Dank wie dem Museum für Franken, das durch seine Offenheit und die Möglichkeit, Originalwerke vor Ort zu digitalisieren, entscheidend zum Gelingen des Projekts beigetragen hat.

So ist eine Ausstellung entstanden, die Kunstgeschichte, Informatik und eigenverantwortliche Projektarbeit miteinander verbindet und das Werk Tilman Riemenschneiders auf zeitgemäße Weise neu erlebbar macht.