Therese Sotriffer (10a) war im Rahmen einer Erasmus-Einzelmobilität zwei Monate in Valencia

Meinen zweiten Auslandsaufenthalt dieses Schuljahr verbrachte ich in Valencia. Dort lebte ich fast zwei Monate in einer Gastfamilie und ging auf die Schule Escuelas San José de Jesuitas. Da ich noch keinen Spanischunterricht habe, bin ich nur mit ein paar grundlegenden Sprachkenntnissen aufgebrochen. Ich merkte aber überraschenderweise, dass ich trotzdem schon ziemlich viel verstehen konnte, in der Familie, aber besonders auch im Unterricht. Dort konnte ich zum Beispiel in Matemáticas, Física y Química oder Francés die Aufgaben mitmachen und Tests schreiben. Eine Besonderheit in Valencia ist, dass neben dem „normalen“ Spanisch, dem sogenannten Castellano, auch Valencià gesprochen wird und manche Fächer, wie Història oder Ètica in dieser Sprache unterrichtet werden. Auch in meiner Familie wurde besonders mit der Verwandtschaft Valencià gesprochen und mit der Zeit konnte ich auch das immer besser verstehen, auch weil es Ähnlichkeiten zum Französischen hat.

Mit meiner Gastfamilie und Freunden habe ich auch einiges unternommen, wir waren zum Beispiel oft im wunderschönen Stadtzentrum, im Fußballstadion, am Meer in Gandía oder in den kleinen Dörfern Lltuxent und Quadretonda, aus denen meine Gasteltern kommen. Ein ganz besonderes Highlight waren die Fallas, ein großes traditionsreiches Fest. Die Fallas gehen vom 01. bis zum 19. März, allerdings ist die Hauptzeit eher die zweite Woche, wo wir auch Ferien hatten, aber auch schon im Februar gibt es Veranstaltungen, so dass ich das große Glück hatte, die Fallas komplett mitzuerleben. Und dieses Fest ist wirklich einmalig: Während der Hauptfeierzeit werden in der ganzen Stadt riesige Figuren aufgestellt und bewundert, um am Ende bei der Cremà verbrannt zu werden. Außerdem wird die ganze Zeit, tags- und nachtsüber, Feuerwerk gemacht. Es gibt jeden Tag Umzüge, die Stadt ist sehr voll und an jeder Ecke kann man churros con chocolate und buñuelos kaufen!

Da ich vor meinem Austausch noch nie in Spanien gewesen bin, war erstmal wirklich alles neu für mich. Es ist eine echt besondere Erfahrung, für einen längeren Zeitraum alleine in einem anderen Land zu leben und nicht als Tourist oder mit der Familie dort Urlaub zu machen. Ich habe sehr viel über den spanischen Alltag und die Lebensweise gelernt, natürlich deutlich meine Sprachkenntnisse verbessert und viele tolle Menschen kenngelernt.

Für all diese schönen Erinnerungen und Erlebnisse bin ich sehr dankbar, besonders auch für die Hilfe von Frau Baier und die Unterstützung von Erasmus!

Therese Sotriffer