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Theaterklasse

theaterklasseAb dem Schuljahr 2012/13 besteht für die neuen Fünftklässler am Riemenschneider-Gymnasium die Möglichkeit des Besuchs einer sogenannten Theaterklasse.

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SMV-Seminar auf Burg Rothenfels

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Das entschuldigte Fernbleiben vom Unterricht weckt im gemeinen Schüler bekanntlich eine Kreativität, zu der so mancher sonst nicht in der Lage wäre und lässt ihn diesem Ziel so manche Strapazen unterordnen, welche für gewöhnlich nicht Eingang in seinen Alltag fänden. Und als wäre dies nicht schon jetzt eine denkbar unpassende Hinführung zum diesjährigen SMV-Seminar und seinen Teilnehmern, ist zusätzlich die unverhohlene Freude bei der Abreise mit dem Bus am Montagmorgen zu beschreiben, die ab 11:15 Uhr jede weitere Schulstunde erübrigte.

 

Aber selbstredend handelte es sich bei sämtlichen Insassen um aktive Mitglieder unserer Schülermitverantwortung, die sich nach langer Planung endlich auf den Weg richtung Rothenfels machen konnten, um bis Mittwoch im hiesigen Schloss zu tagen.
Man mag es angesichts gelegentlicher Lebensmittelverkäufe oder der Teilnahme an fertig ausgearbeiteten Projekten nicht nachvollziehen können, aber die Strukturierung, Verwaltung und Aufrechterhaltung einer engagierten Schülergruppe hin zu einem produktiven Apparat für die Schulalltaggestaltung ist durchaus vielschichtig und organisatorisch aufwendig. Somit ist für die Einführung sämtlicher Mitglieder in Rechtsfragen und den schulpolitischen Stand einer SMV, sowie für ausgiebige, kreative Diskussionen mit dem Ziel der Projektentwicklung eine ständige Notwendigkeit gegeben. In Anlehnung an eben aufgeführte Kriterien und zur Stärkung der Gruppendynamik gerade im stufenübergreifenden Sinne umfasste die Tagesordnung rechtliche wie rechtslose (wer hat meinen Nachtisch?), vorhergesehene wie überraschende und ernste wie spielerische Punkte.

Die Quintessenz des ersten Tages lässt sich zusammenfassend - selbstredend stets begleitet von bewegt bewegenden Gruppenspielen - mit dem Erwerb derselben bezeichnen. Gemeint ist die Beantwortung einer für unsere Arbeit zentralen Frage, welche von jedem der Teilnehmer zu beantworten war und im Gruppengespräch reichhaltige Ergebnisse einbrachte:

„Was ist Ziel und somit Motivation der Schülermitverantwortung?"

Das bewährte Brainstorming, Kurzberichte erfahrener SMVler, die gemeinschaftliche Problemanalyse mit Fokus auf dem gewohnten Schulalltag und die anschließende Gruppenarbeitsphase zeichneten ein umfassendes Bild der Schulsituation, lieferten Ansatzpunkte für die SMV-Arbeit und gleichzeitig erste Ideen für deren weitere Gestaltung. Graphisch umgesetzt waren sämtliche Resultate vom Plenum einzusehen.
Wen das romatisch illuminierte Gelände von Burg Rothenfels nicht zum abendlichen Spaziergang lockte, der fand sich in einem der beiden Seminarräume zum Brettspiel ein, sobald das Essen verarbeitet war. Man mag mir letztere Bemerkung verzeihen, aber das Rührei verdient sie ohne Zweifel.

Ganz im Zeichen der Weiterbildung stand der nächste Vormittag mit seinem zweigleisigen Angebot aus Rethorik und Projektmanagement. In erstgenanntem Workshop bemühte sich die letztjährige Bezirksschülersprecherin Hannah Öhrlein um das selbstbewusste und überzeugende Auftreten der Teilnehmer in spontanen Kurzvorträgen und erläuterte der Gruppe an diesen Beispielen die Grundregeln einer gelungenen Rethorik. Unser „Altschülersprecher" Moritz Wozar, eigens aus dem schulischen Ruhestand zurückgekehrt, führte durch sämtliche Stationen einer sicheren Projektentwicklung, wobei es sich schließlich um den Grundstock reibungsloser SMV-Arbeit handelt. Es ist wohl überflüssig zu bemerken, dass Referenten wie Rezipienten aufmerksam und freudig bei der Sache gewesen sind – und sei es auch nur, um die Zeit bis zum Mittagessen zu verkürzen. (Für etwaige Kritiker: Dies ist eine hochsarkastische Bemerkung!)

Derart gut informiert, gesättigt und ausgeruht konnte die konkrete Jahresplanung in Angriff genommen werden, verbunden mit der Bildung diverser Arbeitskreise und deren ersten kreativen Momenten. In selbiger Weise fuhr man den restlichen Nachmittag über fort, freilich immer unter der Prämisse, beim Besuch des Schulleiters, der sich für den Mittwochmorgen angekündigt hatte, mit gut ausgearbeiteten Ergebnissen aufwarten zu können. Resultierend sind nun einige Vorhaben für das weitere Schuljahr präsentierfähig, die innerhalb der nächsten Wochen im ersten Stock zu begutachten sein werden.
In tadelloser Ausführung des schon genannten Gedankens der Gruppendynamik beging man den Dienstagabend mit dem gemeinschaftlichen Zusammentragen aller Erzeugnisse inhaltlicher und abfalltechnischer Art für den nächsten Morgen und fuhr freizeitlich-sozial fort.

Wir hoffen, vor Herrn Gerlach bestanden zu haben - obwohl seine Reaktion kaum einen anderen Schluss zulässt - und sind selbst von der Langlebigkeit der in Rothenfels gesammelten Erfahrungen überzeugt.
Die nun sehr homogene Truppe der SMV freut sich auf den weiteren Verlauf des Jahres und tritt seine Aufgabe mit Spannung an.

Dank an alle mitgereisten Unterstützer aus der Lehrerschaft, an Frau Hagenauer und Frau Keller, sowie Herrn Streun und Herrn Perneker.

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