Im Halbfinale von „Play the Market”

Jonathan, Leonhard und Valentin vertreten unsere Schule bei Wettbewerb hervorragend

Jonathan Mark, Leonhard Oehler und Valentin Stegmann (alle drei Kl. 10b) haben es beim Wettbewerb Play the Market des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft unter 700 (!) teilnehmenden Teams bis ins Halbfinale geschafft. Die drei berichten im Folgenden von ihren Erfahrungen:

„Vor dem eigentlichen Bericht über das Halbfinalwochenende von Play the Market hier eine kurze Erklärung zu dem Spiel: Play the Market ist ein Spiel, ausgerichtet vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft, bei dem man ein fiktives Unternehmen leitet und dort Entscheidungen trifft, wie z.B. kaufe ich Öko-Material oder normales, wie viel produziere ich, wie viele Mitarbeiter stelle ich ein etc.

Man konnte sich im Januar als Team mit je zwei oder drei Schülern für die Vorrunde, eine Internetrunde, anmelden, für die sich insgesamt rund 700 Teams registrierten und in 29 Märkten gegeneinander antraten, wobei sich immer nur der erste Platz eines Marktes für das Halbfinale qualifizierte. Für das Spiel selbst muss man sich die Spielsoftware herunterladen, mit welcher man Planungswerte berechnen und natürlich – ganz wichtig – Entscheidungen hochladen kann. Es gibt bei der Internetrunde insgesamt acht Spielrunden, die je eine Woche andauern, das heißt, man hat immer bis Dienstagmittag der nächsten Woche Zeit, seine Entscheidungen abzugeben. Eine Woche stellt eine Spielperiode dar, bzw. im Spiel ein Jahr für das Unternehmen.

Nach Auswertung der letzten Runde erreichten wir als Team, The Frogs, den ersten Platz in unserem Markt und qualifizierten uns somit als erstes Team unserer Schule für das Halbfinale in München, welches vom 17. – 19.5.2019 stattfand.

Wir brachen bereits am frühen Freitagmorgen mit dem Zug nach München auf und erreichten den Veranstaltungsort, die Burg Schwaneck im Münchner Stadtteil Pullach, gegen Mittag. Nach einem kurzen Mittagssnack wurden wir vom Veranstalter begrüßt und uns wurden die Neuerungen des Halbfinals, die den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöhten, vorgestellt. Danach bezogen wir unser Zimmer und am Nachmittag wurden die ersten beiden von insgesamt sieben Runden gespielt. Auch hier stellte eine Spielrunde im Spiel wieder ein Jahr dar, wobei man hier aber meist nur eine dreiviertel Stunde Zeit hatte, im Gegensatz zur Vorrunde, bei der man eine Woche Zeit hatte, seine Entscheidungen abzugeben.

Der Ablauf einer Spielrunde war immer derselbe: Zuerst trafen sich alle Teams mit dem Spielleiter, Prof. Dr. Christian Langenbach, im großen Rittersaal der Burg zu einer kurzen Information vor der jeweiligen Spielrunde, bei welcher auch vom Spielleiter zum einen die Länge der Spielrunde festgelegt wurde und zum anderen auch Ergebnisse der vorherigen Periode ausgewertet wurden. Jedes Team brachte einen Laptop mit und man erhielt zu Beginn einer Spielrunde einen eigenen USB-Stick, um darauf die Entscheidungen von der Spielsoftware zu speichern. Für die Entscheidungen zog sich jedes Team auf ihr Zimmer zurück, um nicht von anderen Teams gestört oder beeinflusst zu werden. Daraufhin musste der Stick bis zu dem vorgegeben Zeitpunkt zurückgebracht werden, damit die Entscheidungen ausgewertet werden konnten. Am Freitagabend fand nach dem Essen ein Abendprogramm statt, beispielsweise Slacklining oder Geocaching im Wald.

Der nächste Tag begann morgens nach dem Frühstück mit der dritten Spielrunde, worauf bis zum Mittagessen parallel laufende Workshops von verschiedenen Referenten aus dem Wirtschaftssektor gehalten wurden. Auf das Mittagessen folgte die vierte Runde mit anschließender Präsentation der jeweils drei besten Werbeplakate eines Marktes, welche mit einem bestimmten Bonus auf das Endergebnis belohnt wurden. Es gab immer wieder zu verschiedenen Runden Bonuskategorien, wie z.B. gute Kapazitätsauslastung oder gute Gewinn- und Verlustrechnung. Leider gingen wir bei diesen Kategorien leer aus, was negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis für uns hatte. Weiter ging es bis zum Abendessen mit den Spielrunden fünf und sechs. Nach dem Essen folgte ein für die Teilnehmer selbst wählbares Abendprogramm, wie z.B. Fußballspielen, Kegeln oder Tischtennis.

Der finale Sonntag startete mit der letzten Spielperiode direkt nach dem Frühstück, wonach wir auch schon wieder unsere Zimmerschlüssel abgaben und unser Gepäck im Innenhof deponierten. Mit Abgabe des Schlüssels erhielten wir unsere Zertifikate zur Teilnahme am Play the Market-Halbfinale. Nach einer kurzen Wartezeit, die mit Schularbeiten überbrückt wurde, folgte das Mittagessen. Nach diesem stand die Siegerehrung an und die Spannung stieg, wer zu den neun Teams, den besten drei aus jedem Markt, gehört und in das Finale einzieht. Für uns als Team stand letztendlich ein respektabler, aber dennoch etwas enttäuschender 5. Platz in unserem Markt zu Buche. Enttäuschend deswegen, weil wir wussten, dass wir mit den verschiedenen knapp verpassten Bonuskategorien den 3.Platz hätten erreichen können, der uns ein Finalticket gelöst hätte. Schlussendlich traten wir, müde von dem ereignisreichen Wochenende, danach die Heimreise an und erreichten den Würzburger Hauptbahnhof gegen frühen Abend.”

Herzlichen Glückwunsch von der gesamten Schulgemeinschaft an euch, Jonathan, Leonard und Valentin, für euer Engagement und eure erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb! Ein besonderer Dank gilt auch der betreuenden Lehrkraft Herrn Ziegler!