„Swimming” erntet viel Lob

Mittelstufentheater zeigt das Stück im Rahmen der Schultheatertage im Mainfrankentheater

Am 14. 7. durften die Schülerinnen und Schüler des Mittelstufentheaters unserer Schule unter Leitung von Frau Salfner-Funke ihr Stück „Swimming“, das am RIG bereits erfolgreich präsentiert worden war, im Rahmen der Schultheatertage am Mainfrankentheater noch einmal zeigen. Die Kritik von Antonia Tretter (Schauspieldramaturgin des Mainfrankentheaters) in der hauseigenen Festivalzeitung beweist, dass unsere Schülerinnen und Schüler das Publikum überzeugen konnten:

SWIMMING

Eine vielstimmige Ode an die Freibad-Liebe

Mit „Swimming“ zeigt die Theatergruppe des Riemenschneider-Gymnasiums eine unterhaltsame und liebevolle Adaption des Stücks „The killer in me is the killer in you my love“ von Andri Beyeler.

Zu Beginn der Aufführung tauchen Mädchen und Jungen in blassblauer Badekleidung mit passenden Badekappen und Schwimmbrillen aus einem Becken mit blauen Plastiksäcken auf, atmen laut aus und etablieren damit das Thema des Stücks: die aufregende Lebensrealität von Jugendlichen im Sommer. Surbeck, Hanna, Lena, Gerber und sein kleiner Bruder, Klein Gerber, hängen im Freibad ab. Sie schwimmen, tauchen, sonnen sich, essen Eis und Pommes, genießen das Zusammensein. Sie schwärmen für heiße Typen und schöne Mädchen, sie wollen gesehen werden und beobachten das Treiben der Gleichaltrigen.

Die Textfassung von „Swimming“ verteilt viele verschiedene Stimmen auf die fünf Protagonisten. In unterschiedlichen Konstellationen werden die Ängste und Sehnsüchte der Figuren hörbar, die gleichzeitig die der Spielerinnen und Spieler sein können. Auf charmante und selbst-ironische Weise entsteht ein Spiel mit den Irrungen des Verknallt-Seins, mit Konkurrenzkämpfen oder dem Schaulaufen am Beckenrand. Neben den leichten Seiten des Freibadaufenthalts teilen die Akteure auch die schwierigen Momente des Heranwachsens mit: Sehe ich gut aus? Bin ich zu fett? Habe ich richtige Freunde?

Eine Reihe starker Gruppenbilder ergänzt tolle Choreografien des Schwimmens, Springens und Tauchens: von schüchternen Jungs, die selbstbewusste Mädchen bewundern, über witzige Tableaus aus der Freibadszenerie bis hin zu einem ausgelassenem Tanz zu „Ice Ice Baby“ am Beckenrand – die Darstellerinnen und Darsteller glänzen allesamt durch ihre mitreißende Energie, mit der sie sich in das kühle Nass schmeißen.

Ihre Spielfreude und Gruppendynamik sind dabei so ansteckend, dass die Rezensentin beim Schlussapplaus beglückt und grinsend einen Gedanken fasst: Ab ins Freibad!