Besuch der Weinprinzessin

Klara Zehnder kehrt an ihre alte Schule zurück und hält einen Vortrag

Benedikt Schrenker (Q11) berichtet:

„Weinprinzessin ist oben ohne – Krönchen gestohlen“ – so zumindest lauteten 2015  die Schlagzeilen einiger Nachrichten. Unglaublich, dass die betroffene Weinprinzessin Klara Zehnder an unserer Schule, dem Riemenschneider- Gymnasium, ihr Abitur gemacht hat (Abiturjahrgang 2014) und sogar Leadsängerin in unserer Schulband war.

Unserem P-Seminar „Weinbau in Unterfranken“ wurde die Ehre zuteil, die bestohlene Weinprinzessin zu treffen. Ermöglicht wurde dies durch ihren ehemaligen und unseren jetzigen P-Seminar-Leiter Herrn Perneker. Nach dem Motto „Back to the roots“ ist Frau Zehnder an unsere Schule gekommen, um unserem Seminar einen Vortrag über ihren Freiwilligendienst zu halten, zu erklären, wie wir selbst so einen Dienst antreten können und natürlich, um uns ihre Aufgaben als Weinprinzessin vorzustellen.

Dies alles hat sie in einem sogenannten „BuS-Vortrag“, d.h. in einem Vortrag über Beruf und Studium, in zwei Teilen vorgestellt: Zuerst erklärte Frau Zehnder unserem Seminar, was der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und einem EFD (Europäischer Freiwilligendienst) ist:

In einem EFD kann man z.B. in einem Nationalpark, in einem Flüchtlingsprojekt oder sogar in einer Zirkusschule mithelfen. Der große Unterschied zu einem FSJ ist jedoch der, dass man einen Sprachkurs und „Taschengeld“ erhält, dass man von einem sog. Mentor betreut wird und rundum versichert ist. Das EFD kann man, wie der Name schon sagt, in jedem Land Europas machen.

Jedoch ist es recht umständlich, einen Platz in einem EFD zu bekommen. Man muss sich erstens eine Entsendeorganisation suchen und zweitens einen freien Platz in einem EFD-Projekt ergattern. Begleitet sind diese Schritte vom Schreiben einiger E-Mails zu einigen Organisationen (Mehr Infos auf www.go4europe.de).

Frau Zehnder durfte als Projekt einen Hühnerstall in Norwegen bauen, was schon eine ungewöhnliche Aufgabe ist.

Danach stellte sie uns ihre Aufgaben als Weinprinzessin vor:

Die Hauptaufgabe einer Weinprinzessin ist natürlich die Vertretung des Weines und dessen Anbaugebietes. Andererseits besucht sie auch Weinfeste oder Weinmessen und wird dort auch oft von Weinliebhabern nach Informationen über den Wein gefragt. Daher muss eine Weinprinzessin weinbauliches, kellerwirtschaftliches und touristisches Fachwissen beherrschen. Da auch nicht selten offizielle Treffen der Weinanbauverbände stattfinden, ist der Terminplan einer Weinprinzessin nicht zu unterschätzen.

Eine Weinkönigin jedoch hat noch viel mehr Termine und ist sozusagen „hauptberuflich“ Weinkönigin. Geld verdient diese dann  nur durch Sponsoren.

Übrigens hat Frau Zehnder nun wieder eine Krone und ist noch für ein Jahr Weinprinzessin in Randersacker.

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